Sonntag, 05. September 2010
Die Planung Drucken E-Mail

"Die Planung ist das A & O"

Diesen Spruch kennt bestimmt jeder.
Auf eine Holzbahn ist die Planung das Wichtigste überhaupt.

Im Unterschied zu einer zusammengesteckten Plastikbahn, darf man sich hier keine Fehler leisten.

Einmal gefräst und die Litze verklebt gibt es kein Zurück mehr.

Stellt sich im Nachhinein raus, das eine Passage nicht fahrbar ist, muß man sich damit abfinden, oder von vorne anfangen.

Wie plane ich also ein Holzbahn ?

Wir haben es wie folgt gemacht:

Als erstes schaut man sich sämtlich Bahnen die man im Netz oder seiner Umgebung findet genau an.
Aus jeder Bahn holt man sich Passagen herraus, die einem gefallen.
Dann kombiniert man die Abschnitte hin und her, bringt noch eigene Ideen mit rein und bringt alles zu Papier.
Erst als Schmierzettel und irgendwann dann als Grobentwurf.

Es gab bei uns 2 wesentliche Unterschiede zum Layout einer Plastikbahn:

(1) mussten wir uns nicht an vorgegebene Radien halten
(2) die Bahn sollte 3-spurig werden, was die Fahrbahn breiter werden ließ

Daher brachte uns der Carrera-Streckenplaner und andere Tools nicht wirklich weiter, da man in diesen Programmen nur festgelegt Teile verbauen kann.

Wir haben schließlich in Powerpoint versucht, den Entwurf auf die zur Verfügung stehende Fläche zu bringen und verschiedene Layouts ausprobiert.

Irgendwann haben wir uns dann für eine Strecke entschieden und sind im Geiste wohl einige Hundert Runden abgefahren :-)

Dabei vermuteten wir an einer Stelle (Einfahrt in den Tunnel) eine schlechte Sicht, da die Überfahrt diesen Teil der Strecke verdeckt.

Um ganz sicher zu gehen, daß es keine böse Überraschung gibt, und um erstmalig mal was in der Hand zu haben, hat Rainer ein maßstabsgetreues Modell aus Pappkarton erstellt:

Jetzt war die Sache klar: die Überführung verdeckt die Sicht. Also wurde kurzerhand die obere rechte Kurve ausgeweitet und die darunteriegende Kurve etwas nach innen verlegt.
So sollte es passen:
Wieder x Runden abends beim Einschlafen durchgefahren  (ist übrigens besser als Schäfchen zählen).

Jetzt kann man sich also endlich Gedanken um den Rest machen.

Da wäre dann als Nächstes der Unterbau.

Da die Bahn an 3 Seiten direkt an der Wand anliegt und so nur von einer Seite arbeiten können, brauchten wir ein Möglichkeit, die Bahn so zu bewegen, daß man wenigstens unter Bahn durch auf die andere Seite gelangen kann. Die Bahn muß also auf einer Art Schlitten sitzen.

Die Konstruktion hierfür war recht schnell ausgedacht:

Die MDF-Platten werden auf eine Art Gestell geschraubt, das dann auf Böcken gleiten kann. Die Böcke werden untereinander befestigt und an die hintere Wand geschraubt, damit sich nicht nach vorne bewegen, wenn man die Bahn von der Wand abzieht.

Jetzt ist ein Arbeiten von beiden (langen) Seiten möglich.

Das Grobe ist also fertig.

Weiter Überlegungen muß man sich noch zu folgenden Themen machen:
- welche Zeitmessung nehme ich?
- wie sollen die Regleranschlüsse aussehen?
- welche Litze verwende ich (Stahl, Kupfer, ...)?
- wieviel Einspeisungen brauche ich dann?
- weches Netzteil ist geeignet?
- möchte ich auch mit 1:24er (oder Trucks) fahren (Spurbreite, Brückenhöhe)?
- und ca. 200 andere Sachen, die einem so im Kopf rumschwirren ...

Doch dazu später mehr.

 

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